Flutter Entertainment wird ihre Stammaktien am 3. August 2026 von der Londoner Börse abmelden. Das Unternehmen behält seine einzige öffentliche Notierung an der New York Stock Exchange unter dem Ticker FLUT.
Der Betreiber kündigte den Rückzug nach einer Überprüfung seiner Doppelnotierungsstruktur an, ein Thema, das erstmals im Finanzbericht für das erste Quartal vom 7. Mai angesprochen wurde. Das Management führte die durchgehend niedrigen Handelsvolumina an der LSE sowie die steigenden Verwaltungs- und Regulierungskosten an.
Flutter hat die erforderliche Streichungsantrag bei der Financial Conduct Authority eingereicht, wobei die letzte Handelssitzung am Londoner Markt für den 31. Juli 2026 geplant ist.
Marktwandel und Anlegerübergang
UK- und internationale Aktionäre, die derzeit Positionen über die Londoner Börse halten, müssen künftige Transaktionen über die NYSE abwickeln lassen. Depot- und Verwahrvereinbarungen können sich entsprechend anpassen, was sich auf die Handelskosten und die Liquiditätsbedingungen für kleinere Einzelanlegerkonten auswirken könnte. Der strategische Schritt zielt darauf ab, Compliance-Verfahren zu optimieren und operative Ausgaben zu senken.Die Abmeldung spiegelt ein breiteres Muster wider, bei dem Unternehmen ihre Hauptnotierungen auf die amerikanischen Märkte verlagern. 88 Unternehmen haben die LSE entweder verlassen oder ihre Hauptnotierungen 2024 woanders hin verlegt, während Bloomberg-Daten London in diesem Jahr mit nur 18 neuen Notierungen auf Platz 20 der globalen IPO-Rankings einordneten.
Der Peel-Hunt-Aktienanalyst Ivor Jones erklärte zuvor: „Das Vereinigte Königreich ist ein kleiner Markt und macht einen kleinen Anteil des gesamten Aktienwerts aus, was die Bewertungen unter Druck gesetzt hat.“ Er fügte hinzu, dass steigende Zinsen inländische Anleger veranlasst haben, Kapital neu zu allozieren, was zu stetigen Kapitalabflüssen aus dem Markt geführt hat.